Über Namedy
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Namedy

Stadtteil von Andernach

 

 

Geschichte:

1200 erstmals urkundlich erwĂ€hnt als „Namedei". Wie auch in Andernach gibt es hier keltische Siedlungsfunde, die weit in

die vorchristliche Zeit reichen. Wie Miesenheim und Kell gehörte es seit dem frĂŒhen Mittelalter zum Andernacher Fiskal-

besitz. Das Gebiet, in dem einst sich das kleine, rheinabwÀrts gelegene Fischerdorf Fornich befand, gehört auch

zu Namedy. Es musste erstmals 1858 teilweise dem Bau der Linken Rheinstrecke weichen und endgĂŒltig beim

autobahnÀhnlichen Ausbau der B 9. Heute steht nur noch ein einziges Haus in Fornich,

das mit Brohl-LĂŒtzing zusammengewachsen ist.

Im 14. Jahrhundert wurde der adlige Niederhof (siehe Burg Namedy) gebaut. Ein Jahrhundert frĂŒher wurde 1255 das Zisterzienserinnen-Kloster „zu Namendel" Um 1800 befand sich jahrzehntelang am Namedyer Rheinufer eine wichtige Niederlassung der RheinflĂ¶ĂŸerei.Hier wurden die rheinabwĂ€rts in die Niederlande treibenden KleinflĂ¶ĂŸe zu GroßflĂ¶ĂŸen zusammengestellt. So wird Namedy auch in dem Buch „Das Floß der armen Leute, GefĂ€hrliche Rheinfahrt 1791“

von GĂŒnter Sachse erwĂ€hnt und die VorgĂ€nge der Floßzusammenstellung am Werth detailliert beschrieben. Im Rahmen

der Kommunalreform 1969 kam Namedy als Stadtteil zu Andernach. Vorher war es eine Ortsgemeinde der

Verbandsgemeinde Andernach-Land, heute Verbandsgemeinde Pellenz.


 
Wappen:

Namedy hat ein eigenes Ortsemblem (Wappen), nach heraldisch korrekten Vorgaben gestaltet. Blasonierung: „Geviertelt

von Silber und Rot durch ein schwarzes Balkenkreuz,  in 1 ein schrĂ€glinker blauer Wellenbalken, in 2 eine goldene Kirche

in Seitenansicht, in 3 ein symmetrisches goldenes Glevenrad, in 4 eine blaue, links fallende FontĂ€ne, belegt mit einer durchgehend balkenweisen schwarzen Leiste.“ ErklĂ€rung: Der blaue Wellenbalken symbolisiert den Rhein, an dem Namedy

liegt, die Kirche ist die örtliche Pfarrkirche St. BartholomĂ€us, das goldene Glevenrad weist auf das Wappen der Familie Hausmann  hin (geteilt von Silber und Schwarz, belegt mit einem goldenen Glevenrad), die die Namedyer Burg vor ca. 650 Jahren grĂŒndete und vor 450 Jahren ausbaute, und die blaue FontĂ€ne die Leiste symbolisiert die ErdoberflĂ€che - steht fĂŒr

den um 1903 erbohrten Kaltwassergeysir, frĂŒher auch Namedyer Sprudel genannt, der mit ĂŒber 60 Metern der höchste in

der ganzen Welt ist. Das schwarze Balkenkreuz bedeutet die ehemalige Zugehörigkeit zu Kurköln.

Wappen_Namedy


SehenswĂŒrdigkeiten:

Besonders sehenswert ist das Schloss „Burg Namedy“, heute im Besitz der Rheinischen Linie des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen. Die ehemalige Wasserburg ist von einem Park umgeben, in dem regelmĂ€ĂŸig KĂŒnstlerfeste stattfinden. Die

Burg hat einen Rittersaal mit sehenswerter Bibliothek und einen großen Spiegelsaal, der fĂŒr Konzerte genutzt wird. Vom

einstigen Kloster ist heute nur noch die Klosterkirche, die Pfarrkirche St. BartholomÀus, erhalten.

Kirche_Front

Kirche St. BartholomÀus

(Frontansicht)

Kirche_Seite

Kirche St. BartholomÀus

(Seitenansicht)

Das aus dem 14. Jahrhundert stammende Schloß war schon immer ein Ort der Kontraste, wo alles möglich war, wo jeder

sein GlĂŒck fand. Hier suchten sketische Nonnen die sinnliche Ruhe, hier spielte Bismarck Karten bis zum Morgengrauen,

hier trafen sich Monarchen aus Belgien, England und RumĂ€nien zur Jagd und zum Feiern, hier dichtete der große

Apollinaire mÀrchenhafte ErzÀhlungen.

Vor fast hundert Jahren erwarben Prinz Carl-Anton von Hohenzollern und seine Frau Joséphine, Prinzessin von Belgien,

Burg Namedy als Wohnsitz. Zwei Generationen spÀter haben Carl-Antons Enkel Prinz Godehard und seine Frau Prinzessin

Heide die Burg renoviert und dem Publikum geöffnet. Privates Wohnhaus, KulturstÀtte und Ort der Begegnung in einem:

Burg Namedy bleibt ihrem Schicksal treu.
 
In dem landschaftlich besonders reizvollen Rheintalabschnitt liegt das Schloß "Burg Namedy". Nur 5 Minuten von der B 9

entfernt fĂŒhren alte Kastanienalleen auf das malerische GebĂ€ude zu, hinter dem ein Naturpark sich bis in die Namedyer Höhen erstreckt. Der Charme des Mittelalters, der Komfort des dritten Milleniums,Tradition und ModernitĂ€t, Luxus und GemĂŒtlichkeit.

Burg Namedy

Schloß “Burg Namedy”

(Frontansicht)

Der Geysir in Namedy:

Der höchste Kaltwassergeysir der Welt Unter besonderem Schutz steht die frĂŒhere Rheinaueninsel Namedyer Werth
(seit etwa 1857 Halbinsel im Zuge der Rheinbegradigung), die seit 1985 ein bedeutendes Vogelschutzgebiet ist. Dort

wurde Anfang des 20. Jahrhunderts (um 1903) ein Kaltwassergeysir erbohrt, dessen KohlensÀure und Mineralwasser

unter dem Namen "Namedyer Sprudel“, jahrzehntelang abgefĂŒllt wurde. Im Jahre 1957 wurde er bei Straßenbauarbeiten zugeschĂŒttet. Der Namedyer Sprudel, frĂŒher Sensation und Wahrzeichen, wurde im Jahr 2003 nach langwierigen Genehmigungsverfahren als Geysir Andernach reaktiviert und springt ab dem 7. Juli 2006 wieder regelmĂ€ĂŸig.

Mit etwa “60 Metern Höhe”, ist er der grĂ¶ĂŸte Kaltwassergeysir der Welt.

Geysir_Namedy

Namedyer Geysir

Herkunft des Ortsnamens:

Zur Herkunft und Entwicklung des Namens „Namedy“ gibt es etliche Theorien. Eine der Ă€ltesten ist die Ableitung von lat.
„Nomen Dei“ aus „IN NOMEN DEI VINCES CONSTANTINE“. Der römische Kaiser Konstantin I. habe diese Worte einer

Sage nach als Vision nach Abschluss seines Inspektionsaufenthaltes in Andernach und Namedy gesehen, nachdem ein

Bote ihm von Christenverfolgungen und damit GefĂ€hrdung seiner Mutter in der römischen Heimat berichtet hatte, in die er umgehend in RekordeilmĂ€rschen aufbrach, um die Gefahr fĂŒr Christen und Mutter zu bannen. Eine weitere Ableitung ist

von altirisch/altkeltisch „nemed“ = kleineWeihekammer (lat. „sacellum“; siehe auch Nemed, dritter irischer Invasor) oder

von lat. „nemus, -oris n.“ – der Hain (auch heiliger Hain), Wald wegen einer keltischen KultstĂ€tte. Ein Siegel des Klosters „

zu Namende“ von 1367 trĂ€gt die Umschrift „SIGILLUM CONVENTUS NAMENDYENSIS“ (Siegel des Namedyer Konvents).

Im selben Jahrhundert treten die Namensversionen „Name(n)day“, „Namedich“ und „Namedy“ auf.





Text aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

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